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Der Chart des Tages

Klumpenbildung.

Frank Heiniger

Erfreuliches operatives Wachstum und ein Börsenumfeld, das für Growth-Aktien spricht, verleihen den US-Technologiegiganten Auftrieb. Im Vergleich zum Vorjahr notiert der kalifornische Smartphonekonzern Apple rund 80% im Plus. Microsoft hat im selben Zeitraum über 60% zugelegt.

Diese Kursavancen haben die Konzentration an der Spitze weiter erhöht: Die fünf grössten Unternehmen im S&P 500 – Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Facebook – machen gegenwärtig 18% der gesamten Marktkapitalisierung im US-Leitindex aus (dunkelblaue Kurve). Wie der obige Chart des Tages zeigt, war die Ballung letztmals 2000 während der Dotcom-Blase so stark. Damals waren es die fünf Gesellschaften Microsoft, Cisco Systems, General Electric, Intel und ExxonMobil, die den S&P 500 dominierten.

Für David Kostin, Chef der US-Aktienstrategie von Goldman Sachs, lassen sich allerdings nur begrenzt Parallelen zwischen heute und damals ziehen. So notieren die Bewertungen auf einem niedrigeren Niveau als vor zwanzig Jahren. Anno 2000 wurden die fünf grössten S&P-500-Unternehmen mit einem vorwärtsgerichteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 47 bewertet, derzeit weisen sie ein KGV von rund 30 auf. Zudem stimmt der Börsenwert der Konzerne stärker mit ihrem Anteil am Gesamtgewinn überein (hellblaue Kurve).

(Quelle der Grafik: Goldman Sachs)