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Der Chart des Tages

Weiteres Verlustpotenzial.

Frank Heiniger

Niemand vermag vorherzusagen, auf welchem Niveau die globalen Aktienmärkte ihren Boden finden werden. Erst recht nicht, solange unklar bleibt, wann sich die Coronaviruspandemie endlich unter Kontrolle bringen lässt.

Angesichts dieser Unklarheit greifen die Analysten gerne auf historische Anhaltspunkte zurück, die zumindest Hinweise auf den weiteren Verlauf des Bärenmarktes liefern können – so etwa die Kursentwicklung nach dem Platzen der Dotcom-Blase zu Beginn des Jahrtausends respektive während der Finanzkrise von 2008/09.

Das Bild, das sich dabei präsentiert, ist eher ernüchternd, beispielsweise wenn man den Anteil aller Titel im Weltaktienindex betrachtet, die gegenüber ihrem eigenen Siebenjahreshöchst mindestens 50% (rote gestrichelte Linie) respektive 70% (schwarze Linie) an Wert eingebüsst haben.

Sowohl im Nachgang der Dotcom-Blase als auch während der Finanzkrise notierte der Prozentsatz zum Höhepunkt der Krise auf höherem Niveau. Das ist ein Zeichen, dass sich die aktuelle Baisse durchaus noch fortsetzen kann.

(Quelle der Grafik: Société Générale)

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