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Der Chart des Tages

Die Schere öffnet sich.

Frank Heiniger

Die globalen Aktienmärkte haben sich erstaunlich rasch vom Coronaschock erholt. Diverse Indizes – darunter auch das US-Leitbarometer S&P 500 – notieren nur noch knapp unter dem Stand des Jahresbeginns.

Die allgemeine Börsenlage präsentiert sich allerdings nicht ganz so erfreulich, wie man auf den ersten Blick meinen könnte: Die Besserung auf Indexebene ist nicht auf ein breite Erholung quer über alle Branchen zurückzuführen, sondern vornehmlich der starken Performance weniger Mega Caps wie Microsoft, Apple und Amazon zu verdanken.

Diese Divergenz zeigt sich auch in den Bewertungen: Die schon geraume Zeit schwächelnden Value-Aktien – Substanzvaloren mit niedrigen Bewertungsgrössen – haben in der Coronakrise relativ betrachtet weiter an Boden verloren, während wachstumsträchtige Unternehmen aus dem Tech-Sektor nach oben getrieben wurden. Wie der Chart des Tages illustriert, hat sich die Bewertungsdiskrepanz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Fünftel – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis für das übernächste Jahr – deshalb weiter vergrössert. Lediglich während der Übertreibungen der Dotcom-Blase hatte sich diese Schere weiter geöffnet.

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