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Der Chart des Tages

Wieder neutral.

Andreas Neinhaus

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird diese Woche über die künftige Geldpolitik beraten. Sie dürfte ihren bisherigen Kurs beibehalten, nachdem sie bereits ab März die Zügel drastisch gelockert hat. Ausserdem haben im gesamten Euroraum die Regierungen den Lockdown beendet. Es ist wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Das lässt sich auch für das Umfeld sagen, in dem die EZB operiert.

Im obigen Chart sind die finanziellen Bedingungen in der Währungsunion aufgeführt und zu einem Index zusammengerechnet. Er bildet Faktoren wie den Euro-Dollar-Wechselkurs ab, die langfristigen Realzinsen, die Zinskurve und die Renditeaufschläge sowie die Aktienkurse und die Volatilität am Markt. Werte im Minus zeigen an, dass das finanzielle Umfeld restriktiv ausfällt, positive Werte deuten lockere Bedingungen an. Mittlerweile sind 70% des Einbruchs vom März wettgemacht worden. Das ist vor allem auf die Erholung an den Finanzmärkten zurückzuführen. Die Volatilität hat sich zurückgebildet, die Aktienkurse sind gestiegen, und die Risikoprämien auf Unternehmensanleihen und am Interbankenmarkt sind weitgehend verschwunden (im Chart: grüne Balken). Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.