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Der Chart des Tages

Hassliebe.

Martin Lüscher, New York

Die Beziehung zwischen New Yorkern und der U-Bahn ist eine Hassliebe. Geliebt als billiges Transportmittel und Grund, warum man in der Metropole kein Auto braucht. Gehasst wegen der maroden Infrastruktur und den hoffnungslos überfüllten Wagen während der Hauptverkehrszeit. Und doch sind die 468 Stationen und das 370 km lange Streckennetz für die Stadt und ihre Bewohner essenziell. Vor der Krise zählte die U-Bahn an einem Arbeitstag zwischen 5 und 5,5 Mio. Passagiere – fast zwei Drittel der Stadtbevölkerung.

Heute sieht das ganz anders aus. Seit dem Ausbruch der Coronaviruspandemie ist die U-Bahn so unbeliebt wie kaum je zuvor, gelten die engen und schlecht durchlüfteten Waggons doch als ideale Virenverteiler. Im April fiel die Zahl der täglichen Passagiere unter der Woche auf 400’000 – respektive auf einen Wochenwert von rund 2,5 Mio. (blaue Kurve). Seither hat sich die Zahl zwar verdreifacht. Doch noch immer liegt sie fast 80% unter dem Wert des Vorjahres.

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