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Der Chart des Tages

Der Euro wertet sich auf, wenn die Langfristzinsen anziehen.

Andreas Neinhaus

Momentan scheint alles für den Euro zu sprechen. Die Gemeinschaftswährung wertet sich gegenüber den meisten Konkurrenzwährungen auf. Vor allem den Dollar hat er hinter sich gelassen. Seit Anfang Mai kletterte der Wechselkurs von 1.08 auf 1.18 $/€. Das Währungspaar dominiert den Devisenhandel. Nach Erhebungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich findet jede vierte Transaktion mit dem Paar statt. Die Kursverschiebung der vergangenen Monate wirkt sich daher auch auf die übrigen Wechselkurse aus.

Viele Analysten setzen darauf, dass die Euro-Rally weitergeht. Der heutige Chart ist als Kontrapunkt für diese herrschende Meinung am Markt gedacht. Er zeigt auf, dass in der Vergangenheit der Euro meist nur dann in einen Aufwärtstrend geriet, wenn auch die langfristigen Marktzinsen stiegen. Im Chart bildet die gelbe Linie ab, wie sich der (gleich gewichtete) Durchschnitt der zehnjährigen Staatsanleihenrenditen in den USA, in Japan, Grossbritannien und Euroland gegenüber dem Vorjahr veränderten. Er zeigt, dass allen grossen Trendwenden im Dollar-Euro-Paar Trendwenden bei den Zinsniveaus vorausgingen. In den meisten Fällen lagen sie zeitlich nahe beieinander. 2015 stiegen die Zinsen weltweit, rund sechs Monate bevor auch der Wechselkurs drehte. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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