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Der Chart des Tages

Achillesferse Privatverschuldung.

Andreas Neinhaus

Vor und vor allem während der Coronapandemie haben sich viele Staaten drastisch verschuldet. Für den Verlauf der Konjunktur ist aber entscheidend, wie stark der Privatsektor in der Kreide steht. Der vergangene Woche publizierte Global Financial Stability Report des Internationalen Währungsfonds liefert zu diesem Thema einen interessanten Überblick.

Der Chart zeigt die Verschuldung der Privathaushalte in ausgewählten Industrie- und Schwellenländern vor Ausbruch der Pandemie: sowohl aktuell (Ende 2019 und erstes Quartal 2020) als auch die Entwicklung in den vorangegangenen zehn Jahren. Die angelsächsischen Volkswirtschaften stehen international an der Spitze. Dort schultern die Privathaushalte die höchsten Schulden. Immerhin hat sich die Lage in den USA und in Grossbritannien in den vergangenen zehn Jahren etwas entspannt. In Kanada befindet sich der Schuldenberg dagegen auf dem Höhepunkt. Das dürfte mit dem dortigen Immobilienboom zu erklären sein. Viele Käufer haben neue Hypotheken aufgenommen.  In den übrigen Industriestaaten sind die Verschuldungsraten stabil hoch. Italien steht im Vergleich am besten da. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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