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Der Chart des Tages

Solares Zeitalter.

Alexander Trentin

In vielen Weltregionen ist es jetzt günstiger, zur Stromproduktion ein Solarkraftwerk zu bauen, als ein Gas- oder Kohlekraftwerk zu errichten. Das zeigt die obige Grafik aus dem aktuellen World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA).

Berücksichtigt man staatliche Unterstützungsleistungen – beispielsweise garantierte Absatzpreise –, kann Strom in Europa und den USA für 30 bis 60 $ je Megawattstunde (MWh) produziert werden. In China und Indien sind es 20 bis 40 $. Das ist gemäss IEA günstiger als bei neuen Kohlekraftwerken und ungefähr im Rahmen für bestehende Werke.

«Für Projekte mit niedrigen Finanzierungskosten, die hochqualitative Umweltbedingungen vorfinden, ist Photovoltaik die billigste Stromquelle der Geschichte», kommentiert die IEA die Produktionskosten von 20 $ je MWh im Optimum.

Die Kostenschätzungen sind zu den Vorjahren weniger wegen des technischen Fortschritts gesunken, sondern eher wegen den einkalkulierten Finanzierungskosten. Die Finanzierung macht bis zur Hälfte der Gesamtkosten für Projekte in erneuerbare Energien aus. Als Kapitalkosten für Solarprojekte wurden zuvor bis zu 8% angenommen. In den Industrieländern sind die IEA-Schätzungen für die Finanzierungskosten nun bis auf 2,6% gesenkt worden.

Staatliche Fördermassnahmen haben gemäss IEA die Investitionsrisiken für erneuerbare Energien deutlich gesenkt. Davon profitieren auch Windkraftanlagen.

Im Szenario, in dem bisherige Ankündigungen der Politik umgesetzt werden, machen bis im Jahr 2040 erneuerbare Energien fast 13’000 Terawattstunden der Stromproduktion aus, das wäre fast eine Verfünffachung zum heutigen Stand. Und es ist 8% mehr als was die IEA im letztjährigen Bericht angenommen hatte.

(Quelle der Grafik: Internationale Energieagentur) Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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