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Der Chart des Tages

Teurer Lockdown.

Pascal Meisser

Während die Schweiz alles daransetzt, einen zweiten Lockdown zu verhindern, haben viele europäische Länder restriktive Massnahmen gewählt, um die Verbreitung der Pandemie zu verringern. Das hat seine Kosten, wie das Beispiel von Grossbritannien zeigt: Am Mittwoch hat Schatzkanzler Rishi Sunak bekannt gegeben, weitere 88 Mrd. £ (rund 100 Mrd. Fr.) zur Verfügung zu stellen, um die Auswirkungen des Lockdown auf die Wirtschaft abzufedern.

Wie der heutige Chart des Tages von Oxford Economics zeigt, steigen damit die Covid-19-bezogenen Ausgaben auf 280 Mrd. £ – oder umgerechnet fast 340 Mrd. Fr. Das entspricht gut einem Zehntel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Ursprünglich waren im Märzbudget gerade mal 12 Mrd. £ für Covid-19 reserviert worden, bevor der Betrag sukzessive erhöht wurde. Allein seit dem Finanzstabilitätsreport der Bank of England im Juli musste die Regierung das Rettungspaket verdoppeln. Ins Gewicht fällt vor allem, dass das neu für die derzeitige Krise eingeführte Kurzarbeitssystem bis März 2021 verlängert wurde. Ursprünglich hätte es Ende Oktober auslaufen sollen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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