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Der Chart des Tages

Das A-Wort kehrt zurück.

Pascal Meisser

Am Mittwoch wurde das traditionelle «Spring Budget» – der Haushaltsentwurf zum Frühjahr – vom britischen Schatzkanzler Rishi Sunak im Parlament vorgestellt. Er skizziert darin, wie das Land finanziell aus der Coronakrise kommen will. Neben der Erhöhung der Unternehmenssteuern sind rigorose Sparmassnahmen vorgesehen. Die Austerität, das berühmt-berüchtigte staatliche Sparmonster nach der globalen Finanzkrise, ist zurück.

Im heutigen Chart des Tages zeigt der Londoner Broker Liberum auf, dass nach der Coronakrise die staatliche Haushaltspolitik noch strenger als bisher gedacht ausfallen könnte. Gemäss den neuen Vorgaben soll das Staatsdefizit, das gut 17% der jährlichen Wirtschaftsleistung ausmacht, in nur zwei Jahren auf 4,5% des BIP heruntergebracht werden. Das ist eine Kontraktion von 12,4 Prozentpunkten (Pp). Im Vergleich dazu dauerte es nach der Finanzkrise sechs Jahre, bis das Defizit gemessen an der Wirtschaftsleistung um 6 Pp reduziert wurde. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?