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Der Chart des Tages

Die glorreichen sieben.

Andreas Neinhaus

Nur sieben der dreissig grössten Städte in Europa werden dieses Jahr wirtschaftlich die Coronakrise überwinden. Zu diesem Ergebnis kommt das Global-Cities-Team des Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics. Es hat dazu das Bruttoinlandprodukt (BIP) jeder einzelnen Grossstadt berechnet. Sieben werden 2021 wirtschaftlich kräftig genug wachsen, um den BIP-Einbruch von 2020 auszugleichen. Zürich zählt dazu. Die anderen sind: Dublin, Bukarest, Oslo, Stockholm, Sofia und Warschau.

Im Durchschnitt verloren die Top dreissig vergangenes Jahr 6,7% an Wertschöpfung. Die staatlich verordnete Schliessung von Restaurants und Läden fiel in den einzelnen Ländern unterschiedlich rigoros aus und verursachte je nach Stadt unterschiedlich schwere Schäden. Die grössten Einbussen wurden in Grossbritannien (Birmingham, Manchester und London) und Spanien (Barcelona und Madrid) verzeichnet, gefolgt von Italien (Mailand und Rom). Der Wegfall der Einnahmen aus dem Tourismus und von kulturellen Veranstaltungen spielte sicherlich eine wichtige Rolle. Im Falle Zürichs dürfte der Finanzsektor Schlimmeres verhindert haben: Wegen seiner Grösse fielen die Umsatzeinbussen im Detailhandel und in der Restauration wenig ins Gewicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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