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Der Chart des Tages

Deutsche Realzinsen auf Rekordtief.

André Kühnlenz

Zuletzt haben sich die Renditen von Staatsanleihen in Europa wieder stabilisiert. In den ersten beiden Monaten des Jahres war die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen aus Deutschland und der Schweiz noch um rund 0,3 Prozentpunkte gestiegen (d.h., sie lag weniger weit im Minus). Dabei dürfte vor allem die Entwicklung in den USA massgeblich gewesen sein, wo sich die Anleger an die Realität des neuen Konjunkturpakets in Höhe von 1900 Mrd. $ angepasst haben.

Mittlerweile erwarten die Anleger in den USA sogar für Ende 2022 eine erste Zinserhöhung der US-Notenbank. Dies zeigt sich auch in den steigenden Realrenditen auf Anleihen (Linker), für die es einen Inflationsausgleich gibt. Das sieht bei deutschen Papieren, die richtungsweisend für die Eurozone sind, ganz anders aus. Hier haben sich die Inflationserwartungen zuletzt normalisiert auf ein Niveau wie im Jahr 2018 (grüne Kurve in der Grafik). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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