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Der Chart des Tages

Europas Banken finanzieren lieber den heimischen Staat.

Andreas Neinhaus

Am Anfang war die Hoffnung. Als 1999 die Europäische Währungsunion gegründet wurde und der Euro Nachfolger der nationalen Währungen wie der D-Mark, des Franc und der Lira wurde, eröffnete sich Banken ein neues Geschäftsfeld. Sie erwarben Staatsanleihen der europäischen Partnerländer, die höhere Zinsen zahlten, aber in der neuen Heimwährung denominiert waren, also kein Wechselkursrisiko mehr trugen. Wie der Chart zeigt, führte das dazu, dass der sogenannte Home Bias – das Verhältnis der Forderungen der Banken gegenüber dem Heimatstaat relativ zu allen Eurostaaten – auf 66% fiel (Chart: rote Linie). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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