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Der Chart des Tages

Lieber Buybacks als Dividenden.

Alexander Trentin

Dividendenstarke Aktien sind nicht lukrativ, dagegen gewinnen Titel von Unternehmen mit grossen Aktienrückkaufprogrammen. Das geht aus einer Analyse von Morgan Stanley hervor, in der der Erfolg von Faktoren – also der Aktienauswahl nach festen Kriterien – über die vergangenen fünf Jahre bei europäischen Valoren untersucht wurde.

Gemäss risikoadjustierter Performance (Sharpe Ratio) hat sich die Auswahl nach hohen Aktienrückkäufen (Net Buyback Yield) gelohnt. Dagegen war die Auswahl nach Dividendenrendite (Dividend Yield) ein Verlustgeschäft.

Das könnte an der Sektorgewichtung der Faktoren liegen. Denn hohe Dividenden sind besonders in den Sektoren Finanz und Energie zu holen – und dort war die Kursentwicklung in den vergangenen Jahren nicht besonders erbaulich.

Europäische Gesellschaften kaufen allgemein weniger häufig Aktien zurück als US-Konzerne. Die besonders gute Performance von Unternehmen mit hohen Aktienrückkäufen in Europa könnte gemäss Morgan Stanley daher auf eine gewisse Knappheit von Buyback-Titeln hindeuten.

Morgan Stanley hat vielversprechende Papiere identifiziert, die von mehr Aktienrückkäufen im Zug der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie profitieren könnten: Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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