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Der Chart des Tages

Die Satellitenarmee des Elon Musk.

Alexander Trentin

Während die Milliardäre Richard Branson und Jeff Bezos mit ihren Ausflügen ins Weltall Schlagzeilen machen, darf man die extraterrestrischen Ambitionen von Elon Musk nicht vergessen. Die obige Grafik zählt die Satelliten, die sich zurzeit im Orbit um die Erde befinden.

Es sind 4084 gemäss einer Statistik der Wissenschaftlerorganisation Union of Concerned Scientists. Die Kategorisierung nach Launch-Datum und dem Betreiber zeigt: Musks Weltraumfirma SpaceX hat zuletzt alle anderen Satellitenbetreiber hinter sich gelassen.

Rund ein Drittel aller im Orbit schwebenden Erdtrabanten gehören nun zu SpaceX. Vergangenes Jahr hat Musks Firma mehr als doppelt so viele Satelliten ins Weltall geschossen wie alle anderen Betreiber zusammen. Dieses Jahr sieht es ähnlich phänomenal aus.

Es werden noch viel mehr: Das Starlink-Netzwerk von SpaceX soll am Ende aus 42’000 Satelliten bestehen. Es soll günstiges Internet auch in abgelegenen Regionen bereitstellen. Schon jetzt ist das Internetangebot in der Testphase verfügbar. Jeder der Satelliten hat etwa die Grösse eines Tisches und wiegt 260 Kilogramm. Die Starlink-Satelliten sind am Nachthimmel als vorbeiziehende Perlenketten erkennbar.

Kritiker sehen eine wachsende Gefahr, dass es wegen der schnell steigenden Zahl an Objekten im Orbit mehr Weltraumschrott und Zusammenstösse geben wird. Ausserdem können die Satelliten die Arbeit von Astronomen behindern. Und Ästheten sehen die Schönheit des Nachthimmels besudelt.

(Quelle der Grafik: Union of Concerned Scientists) Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?