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Der Chart des Tages

Der Fintech-Boom beginnt erst.

Alexander Trentin

Dieses Jahr haben die Start-ups im Bereich Finanztechnologie (Fintech) schon fast doppelt so viel Investorengeld eingesammelt wie im gesamten vergangenen Jahr. Gut 80 Mrd. $ sind in die Fintechs geflossen, die Mehrheit davon in Kapitalrunden über 100 Mio. $. Wer gedacht hat, dass der Hype um die innovativen Newcomer im Finanzgeschäft langsam ausklingt, der hat sich geirrt.

Während in den USA mit 40 Mrd. $ neuem Kapital und Europa mit rund 20 Mrd. $ neue Höchststände erreicht wurden, sieht es in Asien anders aus. Dort ist das Niveau dieses Jahr zwar schon jetzt höher als im ganzen Vorjahr, aber es beträgt weniger als ein Drittel des dortigen Rekords im Jahr 2018.

In Europa werden gemäss Morgan Stanley dieses Jahr Unternehmen im Bereich Bezahlsysteme am meisten mit Geld zugeschüttet – sie haben 2,9 Mrd. $ einsammeln können. Auf dem zweiten Platz folgen Kreditanbieter, auf Rang drei Anbieter von Lösungen im Bereich Vermögensverwaltung.

Der grösste Deal dieses Jahr in Europa war die Rekapitalisierung des schwedischen Fintechs Klarna im März mit 1,2 Mrd. $. Klarna erlaubt die Zahlung von Rechnungen auf Raten. Nach einer weiteren Investitionsrunde im Juni steht die Bewertung von Klarna nun über 45 Mrd. $. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Marktkapitalisierung des Geldhauses Swedbank.

Der zweitgrösste Deal wurde im Mai für die in Berlin ansässige Trade Republic vollzogen. Der Anbieter einer Börsenhandels-App sammelte damals 900 Mio. $ ein und wurde damit zu 5,3 Mrd. $ bewertet.

(Quelle der Grafik: Morgan Stanley)

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