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Der Chart des Tages

Die SNB hat ihren Euro-Überhang abgebaut.

Andreas Neinhaus

Die Zeiten, als die Schweizerische Nationalbank einzig und allein auf den Franken-Euro-Wechselkurs achtete, sind vorbei. Bis 2015 hatte sie sogar eine Mindestgrenze von 1.20 Fr./€ fixiert, unter die die Notierungen nicht fallen durften, andernfalls intervenierte sie massiv am Devisenmarkt und kaufte die Gemeinschaftswährung auf.

Zwar ist die Nationalbank weiterhin bereit zu intervenieren, um zu verhindern, dass sich der Franken zu schnell zu sehr aufwertet. Aber offiziell hat sie dabei den Franken insgesamt im Auge, nicht nur das bilaterale Verhältnis zum wichtigsten Währungspartner. Das wird ihr am Markt nicht unbedingt so abgenommen. Immerhin deutet alles darauf hin, dass sie im August wöchentlich für rund 1 Mrd. Fr. Devisen am Markt aufkaufte, als sich der Euro gegenüber dem Franken zu sehr abwertete – und nicht, weil der Dollar oder eine andere Währung einen Schwächeanfall erlitten hatte. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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