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Der Chart des Tages

Konsumabhängig.

Andreas Neinhaus

In der Schweiz gelten die Konsumausgaben als konjunktureller Stabilisator. Während die Exporte und die Investitionen von Quartal zu Quartal sehr unterschiedlich ausfallen können, entwickelt sich der Konsum erfahrungsgemäss recht stabil. Er verhindert, dass das Wirtschaftswachstum allzu sehr schwankt.

Auch deshalb war die Covid-Krise so aussergewöhnlich, sorgten doch die staatlichen Verbote und Lockdowns dafür, dass vor allem die Konsumausgaben drastisch eingeschränkt wurden. Die Wirtschaftsleistung brach ausserordentlich stark ein und erholte sich ebenso kräftig, sobald Geschäfte, Restaurants und Hotels wieder geöffnet werden durften.

Aber der Einfluss der Konsumausgaben der Privathaushalte auf das Wirtschaftswachstum variiert von Land zu Land. In der Schweiz trägt er die Hälfte zur gesamtwirtschaftlichen Nachfrage bei. Im internationalen Vergleich ist das eher wenig, wie der heutige Chart zeigt. Aufgeführt ist dort der Anteil des Privatverbrauchs am Bruttoinlandprodukt. Der Euroraum liegt mit 52% am BIP praktisch gleichauf mit der Schweiz. In Schweden und Norwegen ist der Anteil markant geringer (44 und 40% des BIP). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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