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Der Chart des Tages

Der Euro braucht eine positive Überraschung.

Andreas Neinhaus

Der Euro steht am Devisenmarkt unter Druck. Über ein Jahr lang notierte er gegenüber dem Dollar in einer Bandbreite, die von knapp 1.17 bis 1.22 $/€ reichte. Vor allem die untere Grenze erwies sich als stabil. Nun gibt sie nach. Der Wechselkurs ist auf 1.16 $/€ gefallen.

Zwei Argumente führen Währungsexperten an, um den Kursausblick des weltweit wichtigsten Währungspaares abzuschätzen. Wer auf einen höheren Dollar setzt, fokussiert sich auf den Zinsausblick. Das Federal Reserve wird seine Nettoanleihenkäufe wohl schon vor dem Jahresende reduzieren und bis Mitte 2022 einstellen, viel früher als die Europäische Zentralbank. Ebenso werden US-Notenbanker die Leitzinsen früher anheben als die Kollegen in Frankfurt. Weniger Liquidititätszufuhr und ein wachsender Zinsvorteil in den USA dürften den Dollar stärken.

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