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Der Chart des Tages

Das Fundament bröckelt.

Frank Heiniger

Dank der letztwöchigen Kursavance hat sich der US-Leitindex S&P 500 wieder seinem Allzeithoch von Anfang September angenähert. Ganz so solide, wie der Aktienmarkt auf den ersten Blick erscheinen mag, ist er allerdings nicht. So wird die Hausse gegenwärtig nicht von allen Indexvertretern getragen, was auf eine Trendwende hindeuten kann. Denn typischerweise erhöht sich in der Endphase eines Aufwärtstrends die Selektivität – sprich: Zum Schluss stecken viele Titel bereits im Rückwärtsgang, obwohl der Gesamtindex einen intakten Bullenmarkt suggeriert.

Einen solchen Hinweis auf eine sinkende Marktbreite liefert die Kennzahl, wie viele Unternehmen gegenwärtig über ihrem eigenen 200-Tage-Durchschnitt notieren. Um einen Aufwärtstrend des Gesamtindex zu bestätigen, sollten neue Höchst in der Regel von 70 bis 90% der Indexvertreter begleitet werden. Wie der obige Chart von Morgan Stanley zeigt, ist der Anteil im S&P 500 jüngst aber deutlich gesunken und unter das Niveau von 60% gefallen.

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