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Der Chart des Tages

Immer weniger Streubesitz am Bondmarkt.

Peter Rohner

Als Free Float oder Streubesitz bezeichnet man den Anteil Aktien eines Unternehmens, die an der Börse gehandelt werden können. Die Analysten der Deutschen Bank haben auch für Staatsanleihen den Streubesitz ermittelt, definiert als jenen Anteil, der in den Händen von preissensiblen privaten Investoren liegt. Das heisst: Ausgeschlossen sind die Anleihenbestände der Zentralbanken und die der heimischen Pensionskassen und Versicherungen, die Staatsanleihen im Rahmen ihres Asset-Liability-Managements halten.

Das Ergebnis ist eindrücklich: Durch die Anleihenkäufe der Zentralbanken im Rahmen der quantitativen Lockerung (QE) oder zur Anlage der Devisenreserven ist der Streubesitz von Staatsanleihen in den vergangenen Jahren in den meisten Ländern deutlich gesunken. Bei deutschen Bundesanleihen fiel die Quote von 40% auf unter 10%. Sie sind wegen der bis zur Coronakrise sparsamen Bundesregierung vergleichbar rar, werden aber von der Europäischen Zentralbank (EZB) im grossen Stil gemäss Kapitalschlüssel aufgekauft, der auf der Bevölkerungszahl und der Wirtschaftsleistung basiert.

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