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Der Chart des Tages

Wo bleibt die Lohninflation?

Andreas Neinhaus

Die Inflation dürfte in den Wintermonaten ihren Höhepunkt erreichen. Im Oktober sind die Konsumentenpreise in den USA 6,2% gestiegen, im Euroraum 4,1%. Die grösste Sorge ist, dass sich die Teuerung danach nicht normalisiert, sondern über steigende Löhne auch in Zukunft hoch gehalten wird. Selbst dann, wenn die Wirtschaft langsamer wachsen sollte und die aktuellen Sondereffekte wie Lieferengpässe und Energiepreise, die die Teuerung anheizen, verschwinden. Die Rede ist vom sogenannten Zweitrundeneffekt.

Die Oktoberzahlen in den USA scheinen erst einmal das Gegenteil zu belegen. Die Löhne steigen nicht – sie fallen. Im Chart sind die monatlichen Veränderungen der realen Stundenlöhne (saisonbereinigt) aufgeführt. In acht der vergangenen zehn Monate sind sie zurückgegangen. Zuletzt, im Oktober, um 0,5%.

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