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Der Chart des Tages

Omikron lässt umdenken.

Valentin Ade, New York

Die neueste Variante des Coronavirus, genannt Omikron, hat zu einem Umdenken in vielen Ländern geführt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Datenteam der Deutschen Bank monatlich in vielen Ländern durchführt, um Trends zu erkennen und zu verstehen. Zahlreiche Punkte werden dabei abgefragt, unter anderem die Einstellung gegenüber den Coronaimpfstoffen.

Angesichts von Omikron spreche sich nun laut den Experten die Mehrheit der Bevölkerung in vielen Ländern für eine Impfpflicht aus – ausser in den USA. Dort ist auch der Anteil der Leute, die sich nicht haben impfen lassen, hartnäckig hoch bei rund 20% geblieben. In anderen Ländern ist dieser Anteil über die vergangenen Monate dagegen kontinuierlich gesunken.

In der EU hat diese Woche Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Impfpflicht gefordert. Bisher hat aber nur Österreich eine solche ab Februar angekündigt. In Deutschland hat sich der designierte Kanzler Olaf Scholz ebenfalls dafür ausgesprochen, eine Abstimmung im Parlament soll folgen. In Griechenland müssen Ungeimpfte ab Januar eine monatliche Strafe zahlen.

In Frankreich, Italien, England, Belgien, Lettland, Slowenien und Ungarn gilt bereits eine Pflicht für das Gesundheitspersonal. Und selbst in den renitenten USA gibt es die Impfpflicht für Bundesbeamte und Angestellte mancher Bundesstaaten. Wird nicht Folge geleistet, geht es ohne Lohn nach Hause. Ein anderes Land wird hingegen gemäss aktuellen Aussagen seines Gesundheitsministers auch in Zukunft keine Impfpflicht einführen: die Schweiz.

(Quelle der Grafik: Deutsche Bank)

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