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Der Chart des Tages

Kaum Feierlaune für die Bric.

Alexander Trentin

Vor zwanzig Jahren hatte der Ökonom Jim O’Neill von Goldman Sachs die Idee, die wichtigsten Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China unter der Abkürzung Bric zusammenzufassen. Er plädierte dafür, ihr riesiges Wachstumspotenzial besser zu berücksichtigen und ihnen mehr Mitsprache in der Weltgemeinschaft zu geben. Sie könnten zusammen die sechs grössten Industrieländer (G-6) an Wirtschaftsleistung übertreffen.

Die Bric wurden zum Hype. Zusammen mit Südafrika wurden sie zu den Brics, ihre Staatsführer trafen sich gar zu Gipfeltreffen. Zum zwanzigjährigen Geburtstag zieht O’Neill in einem Kommentar ein verhaltenes Fazit: «Ohne China – und zu einem gewissen Grad Indien – gäbe es heute keine Bric-Story zu erzählen.» Russland und Brasilien enttäuschten. Nur dank China seien die Bric auf dem Weg, die G-6 zu übertreffen.

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