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Der Chart des Tages

Schweizer Aktien sind für den Boom die falsche Wahl.

Alexander Trentin

Europa befindet sich weiterhin in der Boomphase des Konjunkturzyklus. Darauf weisen Analysten von Bank of America (BofA) hin: Die europäischen Makroindikatoren weisen in der Gesamtschau auf hohes Wachstum hin – und sie haben sich im Vormonat weiter verbessert. In einem Boom investiert man an der Börse am besten in Aktien mit hohem Momentum, hohem Risiko, niedriger Qualität und geringer Marktkapitalisierung. Die Analysten haben dafür die europäischen Titel einem Ranking unterzogen, wie gut sie diesem Profil entsprechen.

Geeignete Titel für den Boom finden sich in Europa demnach besonders in den Sektoren Finanz, Energie und Rohstoffe. Nur selten sind sie in den Bereichen Konsum, Gesundheit und Industrie anzutreffen.

Auf Länderebene sind spanische, italienische und britische Aktien besonders gut für den grossen Aufschwung gewappnet. Dagegen sind die Boomaktien in der Schweiz, in Deutschland und in Schweden untervertreten (vgl. Grafik oben).

Die unten stehende Tabelle zeigt jene Aktien, die dem Boom-Profil am besten entsprechen. Ganz oben rangieren der Ölkonzern Repsol, die Bank Société Générale und der Stahlkocher ArcelorMittal. Unter den am schlechtesten aufgestellten Titeln für den Boom finden sich dagegen die Schweizer Schwergewichte wie Roche, Nestlé und Novartis. Sie sind zu sicher für die Boomwette.

(Quelle der Grafik: Bank of America)