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Der Chart des Tages

Besser mieten statt kaufen.

Sylvia Walter

Der Wind hat gedreht. Insbesondere ist der Rückenwind der Zinsen für Wohneigentum zu einer steifen Brise mitten ins Gesicht geworden. In der Schweiz hat dies mittlerweile zu einer Situation geführt, wo der Abschluss oder das Verlängern einer Hypothek teurer wird als die Miete für ein vergleichbares Objekt.

Dafür, dass Mieten nach Berücksichtigung aller Kostenfaktoren günstiger geworden ist als Kaufen, ist insbesondere der starke Zinsanstieg bei Festhypotheken verantwortlich. Gemäss den Berechnungen der Ökonomen von Credit Suisse ist zum ersten Mal seit 2009 der Eigentumsrabatt zu einer Eigentumsprämie geworden. Dabei spielt auch der weiterhin ausgeprägte Anstieg der Immobilienpreise eine Rolle.

Die fünfjährige Festhypothek ist seit Anfang 2021 von 1,1 auf beinahe 2% zum Ende des ersten Quartals 2022 geklettert. Gemäss CS bleibt der Eigentumsrabatt noch bestehen, falls sich der Käufer für eine Saron-Hypothek entscheidet.

Die jüngsten Zahlen von 2020 würden zudem belegen, dass 82% des gesamten Hypothekenvolumens in der Schweiz auf Festhypotheken entfielen. Für bestehende Eigentümer ändere sich daher kurzfristig nicht viel.

(Quelle der Grafik: Credit Suisse)