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Der Chart des Tages

Wann die Dollarstärke endet.

Alexander Trentin

Vom Fed werden schnelle Zinserhöhungen erwartet, das stützt den Dollar. Die obige Grafik zeigt diesen Zusammenhang: Die rote Linie ist der Dollarindex DXY, der den Aussenwert der US-Valuta gegenüber den Handelspartnern der USA darstellt, die schwarze Linie trägt die Zinserwartungen für das Fed versus diejenigen anderer Zentralbanken ab.

Demnach wird dem Fed für die nächsten zwölf Monate eine Leitzinserhöhung zugeschrieben, die 2 Prozentpunkte über dem Mittelwert der G-10-Volkswirtschaften steht. Die Ökonomen von HSBC erkennen jedoch, dass die Positionierung an den Devisenmärkten «recht einseitig» geworden ist.

Die spekulativen Anleger seien äusserst stark in der US-Währung investiert – «dies könnte das Potenzial für eine weitere Aufwertung des Dollars begrenzen». In der Vergangenheit sei bei einer einseitigen Positionierung oft eine Trendumkehr die Folge gewesen.

Ein Auslöser für eine Rückabwicklung der extremen Handelspositionen und damit eine Schwächung des Dollars könnte sein, dass die «Erwartung von aggressiven Zinserhöhungen des Fed» zurückgenommen wird. Die Renditedifferenzen gegenüber anderen Volkswirtschaften würden kleiner.

Ein Ende der Dollarstärke könnte auch dadurch ausgelöst werden, dass sich die Weltwirtschaft überraschend stabil hält, argumentiert HSBC. Dann nämlich würde Geld aus sicheren Häfen beispielsweise in Schwellenländer fliessen. Eine geringere Risikoaversion würde eine Schwächung der US-Valuta mit sich bringen.

(Quelle der Grafik: HSBC)

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