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Der Chart des Tages

Wo die Stagflation droht.

Alexander Trentin

Europa hat das grösste Risiko, in eine Stagflation zu schlittern. Die obige Grafik zeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Volkswirtschaften ist, ein schwaches Wirtschaftswachstum und eine hohe Inflation gleichzeitig zu erleiden.

Die blauen Balken zeigen die Wahrscheinlichkeit gemäss den Aktienmärkten. Um diese Wahrscheinlichkeit herzuleiten, verwendet UBS die relative Bewertung der Aktien, die historisch in Stagflationsphasen am besten und am schlechtesten abgeschnitten haben. Die braunen Balken tragen die Wahrscheinlichkeit gemäss einem Index ab, der auf makroökonomischen Variablen beruht.

Gemäss der Kursentwicklung an der Börse wird die Europäische Union mit 25% Wahrscheinlichkeit eine Stagflation erleiden. Gemäss dem Macro Stagflation Pressure Index ist die Gefahr mit 21% etwas geringer.

Um sich in Europa gegen gegen das Risiko einer Stagflation abzusichern, empfiehlt UBS in einem Aktienportfolio ein Übergewicht der Sektoren Gesundheit und Basiskonsumgüter. Dagegen sollte man möglichst wenig Rohstoff- und Finanzaktien im Depot haben, da sie in einer stagnierenden Wirtschaft mit steigenden Preisen schwach abschneiden.

Zu den Einzeltiteln, die eine Stagnation gut überstehen sollten, gehören gemäss den UBS-Analysten auch Schweizer Titel – etwa Nestlé, Novartis und Richemont. Dagegen sind in solch einem Szenario Schindler und Georg Fischer zu meiden.

(Quelle der Grafik: UBS)

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