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Der Chart des Tages

2022 ist anders – bis jetzt.

Martin Lüscher

Der Zusammenhang liegt auf der Hand. Gerät der Aktienmarkt in einen Abwärtstrend, reduzieren Investoren die Aktienquote und verkaufen netto Aktien. Das war 2011 während der Eurokrise der Fall. Ebenso 2020 zum Beginn der Pandemie. Und während der Finanzkrise 2008 sowieso.

Laut den Analysten der Deutschen Bank fliessen bei einer Korrektur von mindestens 10% typischerweise 0,7% der Assets under Management (AuM), also des verwalteten Vermögens, ab – orientieren sich die Ab- respektive die Zuflüsse doch an der Performance des Aktienmarktes.

Nicht jedoch 2022. «Trotz der deutlichen Korrektur sind die Zuflüsse in Aktien aussergewöhnlich robust», schreiben die Analysten der Deutschen Bank in einem Kommentar. Seit Jahresbeginn sind 210 Mrd. $ in Aktienfonds und ETF geflossen, was 1,2% der AuM entspricht.

Zwar haben sich die Zuflüsse in den vergangenen Wochen und Monaten verlangsamt, zu Abflüssen sei es aber noch nicht gekommen. Die Zuflüsse seien im Einklang mit den weiterhin robusten globalen Einkaufsmanagerindizes. Wegen der sich abzeichnenden konjunkturellen Verlangsamung drohe aber eine Trendwende.

(Quelle der Grafik: Deutsche Bank)

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