Eingeloggt Nicht eingeloggt Suche E-Mail Leseliste Aktiv auf Leseliste Drucken Uhr E-Mail Term-Tag Arrow Left Arrow Right Arrow Down Arrow Up Charts Lock Abo Circle Circle Open Six Exchange Six Exchange Facebook Twitter Linkedin Xing Googleplus Whatsapp
Blogs / Momentum / Chart des Tages

Der Chart des Tages

Alexander Trentin
Wenn die US-Notenbank keine Anleihen mehr kaufen würde – welche Anlageklasse würde am meisten darunter leiden?

 

Tapering

Quelle: Barclays

Die obige Grafik von Barclays zeigt die Elastizität der Performance verschiedener Anlageklassen zur Expansion der Fed-Bilanz – also zum Anleihenkaufprogramm der US-Notenbank. Die Elastizität misst die Performance in Prozent einer Anlageklasse, wenn die Bilanz um 1% ausgeweitet wurde.

Die Märkte spekulieren, ob das Fed bald seine Anleihenkäufe auslaufen lässt (Tapering), falls das US-Wachstum sich weiter stabilisiert. Daher wollte Barclays die Anlageklassen identifizieren, die bisher von dem Programm am meisten profitiert haben – und dementsprechend nun auch am meisten zu verlieren haben.

Demnach konnten am stärksten europäische hochverzinsliche Anleihen (European High Yield) von den Anleihenkäufen profitieren. Auf den zweiten Platz fallen die Aktien der Schwellenländer (MSCI Emerging Markets). Auch die Börsen der entwickelten Märkte (MSCI Developed Markets) und US-Hochverzinsliche (US High Yield) konnten von den QE-Programmen profitieren.

Die Elastizität des Nikkei – dessen Kurssturz letzte Woche durch Tapering-Spekulationen wohl mitausgelöst wurde – ist etwa gleich hoch wie die der Schwellenländeraktien.

Um sich als Investor gegen das Ende der QE-Programme abzusichern, rät Barclays, Anlagen zu shorten, die bisher von den Kaufprogrammen profitieren konnten – und schon überkauft sind. Darunter fallen neben hochverzinslichen Anleihen auch defensive US-Titel (etwa der Gesundheitssektor), die wegen ihrer anleihenähnlichen Dividende beliebt sind.

Den Link zum Chart des Tages von gestern finden Sie hier.