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Der Chart des Tages

Geringe Ansteckungsgefahr eines Grexit.

Frank Heiniger

Das Tauziehen zwischen Griechenland und den Vertretern der Troika (EU-Kommission, IWF, EZB)  geht weiter. Kommt es tatsächlich zum Grexit – zum Austritt Griechenlands aus der Eurozone –, dürften die Folgen allerdings weniger gravierend ausfallen, als dies noch 2012 der Fall gewesen wäre. Darin sind sich die meisten Analysten und Ökonomen einig.

In einer aktuellen Studie verweist etwa die Ratingagentur Standard & Poor’s auf mehrere Faktoren, die die Ansteckungsgefahr für die restliche EU-Peripherie gesenkt hätten. So sei die Rettungsarchitektur der Eurozone besser ausgebaut und robuster. Auch habe sich die finanzielle Verflechtung Griechenlands mit den Kapitalmärkten verringert – wie das etwa am geringen Exposure kontinentaleuropäischer Banken abzulesen sei.

Der Markt scheint diese Einschätzung seit einigen Monaten zu teilen. Darauf deuten die zehnjährigen Staatsanleihen hin: Wie der Chart des Tages illustriert, sind seit letztem Herbst die Renditen griechischer Staatsanleihen (schwarze gestrichelte Line) auf rund 10% gestiegen. Die italienischen (blaue Linie) und die spanischen Staatsanleihen (graue Linie) haben derweil ihren Abwärtstrend munter fortgesetzt.

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