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Der Chart des Tages

Starker Dollar tut weh.

Clifford Padevit

Die US-Notenbank Federal Reserve hat offengelassen, wann sie die Zinsen zum ersten Mal anheben wird. Dass sie die erste Notenbank in einem Industrieland sein wird, die einen neuen Zinszyklus anstösst, bleibt unbestritten. Daher ist es keine Überraschung, wenn der Dollar nach einem Schwächeanfall am Mittwoch bereits wieder an Wert gewinnt. «Long Dollar» war bislang auch eine der Konsenspositionen.

Für diejenigen, die Verpflichtungen in Dollar eingegangen sind, ist das eine unangenehme Situation. Denn die Schuldenlast nimmt mit steigendem Kurs zu. Man mag angesichts des Booms von Anleihen aus Emerging Markets, die in Lokalwährungen ausgegeben wurden, glauben, die Dollarstärke sei ein geringeres Problem als früher.

Aber wie der Chart des Tages zeigt, ist das eher Wunschdenken. Er zeigt die gesamte Auslandverschuldung einiger ausgewählter Schwellenländer nach Währungen. Dollarschulden, das belegt er eindeutig, sind weiterhin der Standard für Emerging Markets. In allen dargestellten Ländern sind mindestens 60% der Verpflichtungen in Dollar denominiert. Das ist auch nicht weiter überraschend. Denn internationale Investoren scheuen sich vor den zusätzlichen Währungsrisiken, die eine lokale Währung mit sich bringt.

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