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Der Chart des Tages

Weltwirtschaft im Kriechgang.

Tina Haldner

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2016 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,4%. In den kommenden Jahren soll sich das Wachstum kontinuierlich beschleunigen und bis 2020 auf knapp 4% steigen. Das geht aus den jüngsten Schätzungen des IWF vom Januar hervor. In der Grafik ist die aktuelle Prognose durch die rot gepunktete Kurve dargestellt.

Allerdings verdeutlicht ein Blick in die Vergangenheit, dass der IWF die Erholung der Weltwirtschaft in den letzten Jahren stets überschätzt hat.

Jede gepunktete Kurve steht für die Wachstumsprognose in einem bestimmten Jahr. So erwarteten die Ökonomen des IWF im Oktober 2012 (orange Kurve) eine Zunahme des weltweiten realen Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3,2%. In den folgenden Jahren prognostizierten sie eine rasche Rückkehr zu Wachstumsraten von mehr als 4%.

Die schwarze Kurve zeigt, wie sich das globale BIP tatsächlich entwickelt hat. Nach einem kurzen Aufschwung 2010 – das Wachstum kletterte auf 5,5% – hat die Dynamik deutlich nachgelassen.

Für die Abkühlung in den vergangenen fünf Jahren war massgeblich auch die Entwicklung in den Schwellenländern mitverantwortlich. Hier haben sich die wirtschaftlichen Probleme in den letzten Monaten verschärft. Die Aussichten für eine robuste Erholung haben sich damit weiter eingetrübt.