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Der Chart des Tages

Europas Erben.

Andreas Neinhaus

Die Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär ist heute vor allem in der östlichen Hemisphäre des Globus Realität. Von den Milliardären, die inzwischen in China leben, sind 98% durch eigene Kraft, geschickte Investitionen etc. zu ihrem Reichtum gekommen. Nur 2% haben ihn geerbt.

In den USA ist fast jeder dritte Superreiche mit familiärem Vorteil gestartet. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump zählt zu ihnen. Ohne das finanzielle Polster und den Namen seines Vaters, eines der reichsten Immobilieninvestoren New Yorks, hätte er seine ersten Investitionen in Manhattan nicht durchziehen können.

Am weitesten verbreitet ist der Weg über die eigene Familie, um zu einem Milliardenvermögen zu kommen, allerdings in Europa. Deutschland steht an der Spitze: 65% der dort ansässigen Milliardäre haben ihren Superreichtum geerbt. In Italien liegt der Wert bei 37%.

Das hat mit den geringen Wachstumsraten der vergangenen Jahrzehnte zu tun. Sie erlauben eben seltener den raschen finanziellen Aufstieg. Aber die Statistik spiegelt auch die Tatsache, dass Europa nicht umsonst die alte Welt genannt wird. Hier sind die Vermögen älter. Mehr als 20% der Erbschaftsmilliardäre sind das bereits in der vierten Generation oder noch länger. In den USA gilt dies für weniger als 10%.

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