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Der Chart des Tages

Die Konsumentenstimmung hängt vom Parteibuch ab.

Peter Rohner

Amerika geht es schlecht, es ist ein Entwicklungsland geworden, und schuld daran sind die Chinesen, die Mexikaner und die sozialistische Politik der Obama-Regierung. Das ist die Diagnose und die Hauptbotschaft von Donald Trump, dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

Auf der anderen Seite zeichnet die Demokratin Hillary Clinton ein weniger düsteres Bild. Sie hebt auch mal die Fortschritte hervor, die die Wirtschaft seit der grossen Rezession gemacht hat. Ihre Diagnose deckt sich eher mit den Fakten.

Die Arbeitslosenrate liegt unter dem Niveau von Ende 2007, und die Inflation ist so niedrig, dass die Kaufkraft der Einkommen nur wenig sinkt.

Wie unterschiedlich die Wahrnehmung der Konjunktur in den beiden politischen Lagern ist, zeigt auch die obige Grafik. Dort ist die Differenz in der Konsumentenstimmung von demokratischen und republikanischen Wählern abgetragen.

Unter den Konsumenten, die demokratisch wählen, ist die Stimmung viel besser als unter den Republikanern. Das zeigen die positiven Werte in Blau.

Es könnte damit zusammenhängen, dass in neun der zehn ärmsten Bundesstaaten die Mehrheit republikanisch wählt.

Der relative Pessimismus der Republikaner ist jedoch ein neues Phänomen. Bis 2010 waren die Republikaner optimistischer als die Demokraten.

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