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Der Derivatus vom 10. August 2019

Lohnen sich Rohstoffanlagen?

Lieber Anleger

Es gibt sie immer noch: Die strukturierten Produkte und börsengehandelten Fonds (Exchange-traded Funds, ETF) auf Rohstoffe. Und damit meine ich nicht solche auf die Edelmetalle Silber und Gold – die sind eine ganz andere Spezies. Bei den Strukis auf Rohstoffe hatten zuletzt den höchsten Handelsumsatz ein Mini-Future auf Erdgas, ein Constant-Leverage-Zertifikat auf WTI-Öl und ein Warrant mit Knock-out auf Brent-Öl. Es sind Produkte, die zum Spekulieren einladen – nicht zum längerfristigen Investieren.

Wenn die Käufer von solchen Produkten meinen, sie wissen kurzfristig besser als der Markt, wohin die Preise für Öl oder Erdgas gehen, sollen sie ruhig mit den Warrants wetten. Skeptisch stimmen mich da eher die ETF auf Rohstoffindizes. Manche Anleger könnten fälschlicherweise meinen, diese seien gute Investitionsobjekte. Und da möchte ich widersprechen. So ist mir nicht klar, wie man die langfristige Entwicklung für die Rohstoffpreise abschätzen will. Auf der UBS-Website für Rohstoff-ETF heisst ein schöner Artikel «Warum Öl als Treibstoff der Weltwirtschaft bezeichnet wird» – ja, aber dieser Treibstoff verliert gerne mal in wenigen Wochen 10% und mehr an Wert.

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