Märkte / Derivatus

Der Derivatus

Wie man mit dem Frühstück Geld verdient.

«Trade Breakfast», so der Ratschlag von Jim Rogers, er ist eine Legende unter den Rohstoffhändlern. Gegeben hat er ihn in den Neunzigerjahren. Wer im aktuellen Jahrtausend mit Orangensaft, Kaffee und Speck reich werden wollte, musste bis zu diesem Sommer warten: Die Preise für Agrarrohstoffe notieren auf Höchstniveau, Kaffee ist 50% teurer als noch zu Jahresbeginn, mit weitreichenden Folgen, wie im Text meiner Kollegin Mara Bernath zu lesen ist.

Die Kursausschläge nach oben vom Sommer sind aber nur die jüngste Episode einer langen Geschichte am Markt für das beliebteste Frühstücksgetränk in Kontinentaleuropa. Den Anfang nimmt diese Geschichte in England. Obwohl dort meistens Alkohol getrunken wurde, waren die «Coffeehouses» in London der Ort, an dem die Händler sich über Rohstoffpreise, Frachtrouten und die Feinheiten des Geschäfts mit Tee, Getreide und Kaffee austauschten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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