Märkte / Derivatus

Der Derivatus vom 14. März 2020

Bungee Jump statt Fahrstuhl, ein Schwarm Schwäne und geringes Risiko mit Leverage.

Lieber Anleger

Nach oben über die Treppe, nach unten im Fahrstuhl – so lautet das Bonmot zur Börse. Diesmal ging’s als Bungee Jump herab im freien Fall und anschliessend am elastischen Seil wieder hinauf. So haben sich die letzten Tage angefühlt; am Donnerstag im Bärenmarkt und am Freitagmittag markant im Plus. Mit diesen Kurskapriolen ist der Angstseismograf der Wallstreet, der Volatilitätsindex Vix, hinaufgeschossen.

Am Donnerstag waren die Märkte in Panik geraten, alles wurde verscherbelt. Sogar Gold geriet unter die Räder – für das Edelmetall sieht allerdings der Rohstoffspezialist Adam Rozencwajg eine langfristige Hausse. Börsenhändler sprachen von einer «Kapitulation» am Markt und von einem ganzen Schwarm schwarzer Schwäne. «Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich», kommt mir da ein sinniges Zitat meines Kollegen Manfred Rösch in den Sinn. Aber die Bemühung der Schwäne spiegelt die Angst.

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