Märkte / Derivatus

Der Derivatus vom 16. November 2019

Die geheime Zauberformel des Dylan Grice und die Vermögenspreisinflation.

Lieber Anleger

Mit dem poetischen Titel «Confessions of an Inflationist» überschreibt Dylan Grice sein Referat an der FuW-Konferenz «Opportunities». Grice ist Marktstratege und bekannt, seit er mit Albert Edwards bei Société Générale zahlreiche Preise erhielt.

Sein Bekenntnis: Vor zehn Jahren prognostizierte er, die Inflation werde steigen – und lag damit völlig falsch. Die am Markt erwartete langfristige Inflation sei seither sogar gefallen, von damals 2,6 auf 1,6%, sagte Grice. «Das ist unglaublich, aber es ist Tatsache.» Und jetzt?

Um herauszufinden, wie es mit den Konsumentenpreisen weitergeht, untersucht Grice fünf Thesen. Die Vermögenspreisinflation sei a priori einleuchtend: Die Notenbank druckt Geld und kauft damit Staatsanleihen, womit deren Preis steigt und die Rendite sinkt, weswegen Investoren riskantere Anlagen kaufen, deren Preis ebenfalls steigt. So weit so logisch. «Das Problem ist: Man sieht dies nicht wirklich», sagt Grice.

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