Märkte / Derivatus

Der Derivatus vom 17. August 2019

Wenn passives Anlegen böse Nebenwirkungen hat.

Lieber Anleger

Was für den einzelnen sinnvoll ist, kann in seiner Gesamtwirkung ruinös sein. Nein, ich rede hier nicht über den Klimawandel, sondern über den Boom des passiven Anlegens: Kotierte Fonds (ETF) schnappen den aktiven Fondsmanagern einen wachsenden Anteil weg. Ich plädiere schon lange für diese günstige Lösung, um sich ein Aktienportfolio aufzubauen.

Aber je mehr Aktien mithilfe passiver Instrumente gehalten werden, desto lauter werden die warnenden Stimmen. Immerhin gibt es jetzt schon Unternehmen, bei denen die Hälfte der Aktien von ETF gehalten werden. Sicherlich bleiben solche Extremfälle für lange Zeit noch die Ausnahme. Aber neben den ETF gibt es auch andere Grossanleger, die passiv investieren. Die riesigen Aktienportfolios der Schweizerischen Nationalbank oder des norwegischen Staatsfonds verfolgen grossteils passive Anlagestrategien. Und viele Pensionskassen verpflichten ihre Portfoliomanager, nicht allzu weit vom Index abzuweichen.

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