Märkte / Derivatus

Der Derivatus vom 19. Juni 2020

Der Streit um Verpackungsvarianten flammt auf.

Lieber Anleger

Nicht jedwedes börsengehandelte Anlageprodukt soll sich ETF nennen dürfen. Das fordern sechs grosse Anbieter von Exchange Traded Funds, namentlich die drei Giganten BlackRock, Vanguard und State Street sowie Invesco, Charles Schwab und Fidelity. Es gibt, in alphabetischer Reihenfolge: ETC, ETF, ETI, ETN, ETP, ETT. Der Buchstabensalat ist immer wieder kritisiert worden, doch diesmal ist die Debatte erstaunlich heftig.

ET-Produkte sind Verpackungsvarianten, ähnlich wie strukturierte Produkte. Sie umhüllen den Basiswert, also Aktien, Anleihen, Währungen, Rohstoffe, aber auch Futures und weitere Derivate.

Anleger müssen über den Inhalt ebenso genau Bescheid wissen wie über die Verpackung, denn beide können ungeahnte Risiken bergen. Die sechs Anbieter wollen, dass ETF für ein simples Produkt steht, das sich auf einen klar verständlichen Basiswert bezieht. Kein Hebel (Leverage), keine Verkaufsposition (Short) und keine Futures, bei denen die Konstellation am Terminmarkt die Performance verhageln kann – Stichwort Rollverlust im Contango.

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