Märkte / Derivatus

Der Derivatus vom 29. Februar 2020

Der Angstseismograf schlägt aus, und Aktien fallen unter die Barriere.

Lieber Anleger

Die Volatilität schiesst in die Höhe und Aktienkurse fallen unter die Barriere in strukturierten Produkten. Als Angstseismograf der Wallstreet gilt der Volatilitätsindex Vix, er misst die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500. Im Börsenbeben dieser Woche stieg der Vix von 16 am Freitag voriger Woche auf die Spitze von 49 diesen Freitagnachmittag. Der Wochensprung von 33 Punkten ist der höchste seit Lancierung des Vix 1990. Der zweithöchste ereignete sich im Oktober 2008 in der Finanzkrise.

Damit sind Zertifikate eingebrochen, die eine Verkaufsposition (Short) auf den Vix einnehmen – konkret auf Vix-Futures. Solche Volatilitätsderivate werden an der Börse Nasdaq gehandelt und sind beliebt, sie gehörten im Januar zu den «Most Crowded Trades». Jetzt ist das Zertifikat SVXY von ProShares seit vorigem Donnerstag 27% gefallen. Das Zertifikat ZIV von Credit Suisse hat 19% eingebüsst – es bezieht sich auf länger laufende Vix-Futures, die weniger schwanken als der jeweilige Vix-Futures mit dem nächsten Verfalltermin, der als Basiswert für SVXY und die meisten anderen Short-Vix-Zertifikate dient.

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