Märkte / Derivatus

Der Derivatus

AMC warnt vor den eigenen Aktien, und der Optionsmarkt spielt verrückt.

Der Aktienkurs der US-Kinokette AMC schlägt Kapriolen. Wie schon beim Videospielanbieter Game­Stop im Januar spielen dabei Optionen eine wichtige Rolle, denn die Derivate und ihr Basiswert sind verknüpft.

Einen Hinweis auf das Ausmass der Tollerei liefert die vom Optionsmarkt erwartete Schwankungsbreite, die implizite Volatilität. Sie beträgt für den SMI derzeit annualisiert 13% und für den S&P 500 gut 17%, das zeigen die Volatilitätsindizes VSMI und Vix. Die Spitze in der Pandemiekrise betrug 74 respektive 83%. Bei AMC ist die implizite Volatilität diese Woche auf 800% gestiegen. Solche Werte seien so verrückt, dass es schwierig sei, den unmittelbaren Einfluss der Optionen auf den Aktienkurs einzuschätzen – das sagte ein Quant-Spezialist des New Yorker Optionsanalysehauses OptionMetrics gegenüber der «Financial Times». Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?