Märkte / Devisen

Der Dollar schwächelt trotz US-Aufschwung

Hinter den Kursverlusten stecken umfangreiche internationale Kapitalflüsse und die Absicht der amerikanischen Regierung, die eigene Währung abzuwerten.

Die Talfahrt des Dollars beschleunigt sich. Ausgerechnet als EZB-Chef Mario Draghi in Frankfurt und Präsident Donald Trump in Davos am Donnerstag zeitgleich vor die Presse treten, springt der Euro erstmals seit dreizehn Jahren über 1.25 $/€. Draghi beklagt sich: Die Äusserungen in Sachen Wechselkurse entsprächen nicht dem, was die G-7-Regierungen im Oktober in Washington vereinbart hätten, nämlich die eigene Währung nicht «kompetitiv herunterzureden».

Er spielt damit auf Trumps Finanzminister Steven Mnuchin an. Der hatte am Wef erklärt, ein schwacher Dollar sei den USA durchaus willkommen. Für viele Marktbeobachter löste der Amerikaner damit den jüngsten Kursverlust des Greenbacks aus. Neues sagte er damit nicht. Trump selbst hatte seit seinem Amtsantritt mehrfach für eine Abwertung plädiert. Seine Prophezeiung erfüllte sich: 2017 verlor der Dollar zum Euro 15%, zum Franken und Yen zeitweise bis zu 8%. Im Herbst drängten deshalb die Partner auf eine Kompromissformel, um einen Währungskrieg zu vermeiden.

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