Märkte / Devisen

Der Dollar trotzt den Prognosen

Die US-Währung ist im Aufwind. Vier der sechs befragten Banken erwarten aber weiterhin, dass sie sich gegenüber dem Euro abwerten wird.

Eine gefühlte Ewigkeit scheint die letzte vierteljährliche Übersicht der Devisenprognosen ausgewählter Banken her zu sein. Im Dezember war die Währungswelt noch in Ordnung. Die Wirtschaft bereitete sich auf die Zeit nach den Lockdowns vor. Der Horizont für die Weltwirtschaft färbte sich allmählich rosa. Wie es in solchen Phasen üblich ist, in denen die Risikobereitschaft der Anleger weltweit zunimmt, wertete sich der Dollar auf breiter Front ab.

Drei Monate später ist das bereits Geschichte. Die Aktienmärkte haussieren zwar immer noch, und die meisten Konjunkturforscher bleiben von ihrem Erholungsszenario überzeugt. Trotzdem profitiert vor allem der Dollar von dem aktuellen Umfeld, nicht die übrigen Währungen.

Europrognosen gesenkt

Die US-Währung ist weit über die 90-Rp.-Schwelle geklettert. Am Mittwoch wurden 93 Rp. gezahlt. In Tokio kostet 1 $ knapp 110 Yen. Und der Euro notiert nur 1.187 $/€. Die Währungsexperten der FuW-Umfrage, die sich mehrheitlich auf eine Dollarschwäche eingestellt hatten, stehen verständlicherweise unter Erklärungsdruck. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?