Märkte / Devisen

Der Dollarerholung wird nicht getraut

Die meisten Währungsanalysten setzen nur auf eine vorübergehende Besserung und erwarten später eine Fortsetzung des Abwärtstrends.

Der Dollar hat die Richtung gewechselt. Seit Ende letzten Jahres ging es steil bergab. Ausgenommen einige Wochen im Frühjahr, als die Börsen wegen des Coronaschocks einbrachen, verlor er substanziell an Wert. Im Dezember kostete der Dollar 1 Fr., diesen Monat war er nur noch 90 Rappen wert. Und nun die Wende, die ihn bis Dienstag auf 93 Rappen geführt hat. Was steckt dahinter?

Die Devisenexperten antworten einmütig: Der Greenback habe seine Rolle als Safe-Haven-Währung erfüllt. Fallen die Aktienkurse auf breiter Front, werden die durch Verkäufe frei gewordenen Barmittel in möglichst sicheren und liquiden Währungen geparkt. Der Dollar ist hier die Nummer eins. Gemäss dem Datenlieferanten Exante weist er zum S&P 500 eine negative Korrelation auf: Sinkt der Aktienindex um 1%, dann gewinnt der Dollar­index DXY seit Februar 2018 durchschnittlich 0,7% an Wert. Vergangene Woche war der Effekt aussergewöhnlich stark: +2%  bei einem Fünftageverlust des S&P 500 von 0,6%. Das könnte signalisieren, dass Wendepotenzial vorhanden ist. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare