Unternehmen / Gesundheit

Der Ecart bei Roche gibt Rätsel auf

Roche Inhaber sind teurer als die stimmrechtlosen Genussscheine. Die Kurse dürften sich bald annähern.

In der Schweiz führen nur noch wenige Unternehmen verschiedene Aktienkategorien. Roche ist eine solche Ausnahme. Mit den Inhaberaktien sichern sich die Besitzerfamilien die Herrschaft über den Pharmakonzern, die Genussscheine verfügen über kein Stimmrecht.

Seit Jahresbeginn driften die beiden Titelkategorien des Basler Pharmariesen auseinander. Der Ecart – die Kursdifferenz zwischen den Inhabern und den Genussscheinen – ist aus der Versenkung aufgetaucht. Eine Erklärung dafür lässt sich indes nicht ausmachen.

1989 betrug die Prämie der Inhaberaktie 120%, in der Folge sank sie auf rund 20%. 2001 kam es wegen des Kaufs von Inhaberaktien durch Novartis zu einem erneuten Anstieg auf 80%. Als sich abzeichnete, dass Novartis nicht mit Roche fusionieren würde, fiel der Ecart wieder. Seither gab es meist nur eine bescheidene Prämie, und in einigen Phasen erhielten Anleger sogar einen kleinen Rabatt auf den Genussschein.

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