Märkte / Makro

Erst steil, dann flacher

Konjunkturindikatoren schiessen nach dem Absturz steil nach oben. Für eine V-förmige Erholung der Wirtschaft braucht es aber mehr.

Mit der Lockerung der Pandemiemassnahmen rappelt sich die Wirtschaft auf und wird jeden Tag kräftiger, auch in den USA, wo ­Covid-19 nicht überall unter Kontrolle ist. Die Konjunkturfrühindikatoren der Distriktnotenbanken Chicago und Philadelphia und die europäischen Einkaufsmanagerindizes (PMI) sind nach oben geschossen. Die ­V-förmige Erholung scheint perfekt, der Pessimismus der Ökonomen übertrieben. Aber Vorsicht: Nicht alles, was wie ein V aussieht, bedeutet, dass die Wirtschaft schon bald wieder auf Vorkrisenniveau ist.

Die meisten Frühindikatoren erfassen den Geschäftsgang im Vergleich zum Vormonat. Bei den PMI-Umfragen zum Beispiel werden die Chefeinkäufer gefragt, ob sich die Situation gegenüber dem Vormonat verbessert oder verschlechtert hat. Der steile Anstieg des PMI der Eurozone auf 47,5  bedeutet, dass sich für fast die Hälfte der Unternehmen die Lage entspannt hat.

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Leser-Kommentare

Claude Brès 25.06.2020 - 08:19
Der Dienstleistungssektor leidet weltweit massiv. Die Tourismusbranche und die Luftfahrt stehen noch praktisch still. Irreparable Schäden wurde da und dort der Wirtschaft zugefügt. Der Dienstleistungssektor macht mehr als 50% unserer Wirtschaftsleistung und fehlende Investitionen aus diesem Sektor werden die gesamte Wirtschaft beeinträchtigen. Konkurse werden zunehmen. Die Hilfe von Regierungen und Notenbanken ist absolut richtig, aber wenn das Geschäft nicht läuft,… Weiterlesen »