Märkte / Makro

Der Euro-Inflationsschub lässt vorerst nach

Industriepreise und Lebensmittel lösen Energie als wichtigste Inflationstreiber ab. Starke Schwankungen bei den Gasnotierungen machen den Ausblick extrem unsicher.

Der Anstieg der Teuerung im Euroraum verliert derzeit an Kraft, in der Schweiz lässt die Inflation sogar bereits nach. Zugleich zeichnet sich ab, dass die Treiber sich verschieben: weg von der Energie, hin zu Industriegüter- und Lebensmittelpreisen. Dabei dürften sich die globalen Lieferengpässe gerade zur Jahreswende noch stärker bemerkbar machen als zuvor, weil viele Unternehmen ihre höheren Einkaufspreise jetzt offenbar an die Verbraucher weitergeben.

Bei den Währungshütern der Europäischen Zentralbank (EZB) oder der Schweizerischen Nationalbank sowie den Anlegern an den Zinsmärkten dürfte sich damit noch keine Entwarnung einstellen. So hatten die EZB-Volkswirte im Dezember ihre Inflationsprognosen angehoben, zugleich sagten sie für das vierte Quartal einen Gipfel der Teuerung von 4,6% voraus. Der ist zwar auch exakt so eingetreten, ob jetzt die erwartete Entspannung Tatsache wird, ist jedoch noch ungewiss.

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