Unternehmen / Finanz

Der Fluch der grossen Banken

Rund ein Jahrzehnt schraubt die Schweiz nun am Problem ihrer überdimensionierten Geldhäuser herum und ist erstaunlich wenig weit gekommen.

Vor gut zehn Jahren wird klar, was es für ein kleines Land bedeutet, eine grosse Bank zu beherbergen. UBS muss 2008 wegen US-Schrottpapieren Milliarden abschreiben und verbrennt ihr dünnes Eigenkapital. Bund und Nationalbank (SNB) retten den Koloss mit rund 60 Mrd. Fr. UBS ist so gewaltig, so vernetzt, so dominant im nationalen Bankgeschäft, dass ihr plötzliches Verschwinden schweren wirtschaftlichen Schaden anrichten würde. Nicht nur ihres. Die Bilanzsumme einiger Geldhäuser wirkt neben der Schweizer Wirtschaftsleistung überdimensioniert.

Im Nachgang der Finanzkrise packen Gesetz- und Regelgeber weltweit das Problem der zu grossen Banken (engl. Too big to fail, TBTF) an. Die SNB erklärt die fünf grössten Institute für systemrelevant. Die Häuser sollen Kapital auf- und Risiken abbauen. Dazu Pläne ausarbeiten, wie sie sich im Krisenfall stabilisieren und im Insolvenzfall den systemrelevanten Teil vom faulen Rest abkoppeln können. Das Ziel: Der Staat soll nicht mehr mit Steuergeldern einspringen müssen, wenn ein Koloss stürzt.

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